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Giovanni Nanguy – ein französischer Nationalspieler verteidigt auf der Piraten-Kogge

Elmshorn – Nach den US-Amerikanern Ryan Sample und Robby Kendall heuert nun der nächste Legionär aus dem Ausland auf der Elmshorner Piraten-Kogge an. Der französische Nationalspieler Giovanni Nanguy (29) wird künftig mithelfen, der Pirates-Defense Stabilität zu verleihen.

„Pass Rush und Passverteidigung sind zwei Kernbausteine einer erfolgreichen Defensive. Dort hatten wir in der letzten Saison Schwächen, die wir nun durch gezielte Verpflichtungen beheben möchten. Mit Giovanni bekommen wir nicht nur einen hervorragenden Defense Liner, sondern insbesondere einen herausragenden Pass Rusher“, lobt Elmshorns Headcoach Jörn Maier vor allem die Fähigkeit des neuen Defensive Ends, den gegnerischen Quarterback unter Druck zu setzen und ihn im Optimalfall zu Boden zu reißen.

Im Alter von 10 Jahren kam Nanguy mit seiner Familie aus der Hafenstadt Abidjan (Elfenbeinküste) nach Frankreich. Sieben Jahre später begann er mit Football. „Die Geschwindigkeit und Härte dieses Sports hat mich fasziniert. Du kannst einfach nur mit Leistung glänzen. In Frankreich ist Football nicht so bekannt, also habe ich mir gerne diesen eher ungewöhnlichen Kontaktsport gesucht“, sagt der Neuzugang, der bereits in der Saison 2013 für die Lübeck Cougars in Deutschland aktiv war. „Ich war schon vorher mal mit der französischen Nationalmannschaft in Deutschland, für die ich seit 2008 durchgehend spiele. Aber meine Zeit in Lübeck ist mir komplett positiv in Erinnerung geblieben. Ich mag die Menschen und ihre Kultur. Ich fühle mich dort auch zu Hause“, sagt der Bald-Elmshorner, der seine „dritte Heimat“ auch von der Krückaustadt gut erreichen kann. Nanguy sagt, die Franzosen würden sich mehr beklagen als die Deutschen, er habe richtig Lust darauf, wieder in Norddeutschland zu leben. Es würde ihm hierzulande weitaus besser gefallen.

Zwischen 2007 – 2009 trat der Franzose für die Léopards in seiner Heimatstadt Rouen (Normandie) an. Von 2009 bis 2013 stand er in der Abwehrformation der Spartiates d’Amiens, ehe es nach seinem Gastspiel in der Marzipanstadt zwischen 2015 und 2017 noch bei den Aix-en-Provence Argonautes weiterging.

Im Vorjahr setzte der 1,92 Meter große 116 Kilo schwere Defensiv-Spezialist aus. Bei der EM in Finnland stand er aber dennoch im französischen Kader. Nanguy wollte seine Ausbildung als Logistiker im Technikbereich beenden und sich komplett auf die Arbeit in einer Petrochemie-Firma konzentrieren. Diesen Job hat Nanguy nun gekündigt, um Anfang April nach Elmshorn zu kommen. Seine Familie werde er schon vermissen, aber Deutschland passe einfach gut zu ihm.

Dort trifft er mit Andreas Nommensen auf einen alten Bekannten. Der Offense Coordinator der Elmshorner ist seit 2015 in gleicher Funktion im Nationalteam des Nachbarlandes beschäftigt. „Er ist nicht nur ein starker Spieler, der vor allem sehr schnell ist, sondern einfach ein total netter Typ. Ich freue mich total, dass er zu uns kommt“, so Nommensen. „Nommi ist ebenfalls ein Wahnsinnstyp“, so Nanguy der ihn sogar zum „Sexiest OL-Coach ever“ wählen würde. Nach der EM in Finnland verbrachte Nanguy nochmal ein Wochenende bei seiner deutschen Familie in Lübeck und der Entschluss reifte, noch einmal Football zu spielen. „Meine Ziele für die kommende Saison? Gewinnen, gewinnen, gewinnen. Und ich möchte mein Deutsch verbessern“, erklärt der sympathische Athlet.

Quelle: Elmshorn Fighting Pirates – Fiete Möldenstein
Foto: © football2018.fi

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