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Als Baker Mayfield und Patrick Mahomes sich das vielleicht beste College-Duell aller Zeiten lieferten

In der Divisional Round empfangen die Kansas City Chiefs am Sonntag die Cleveland Browns, Patrick Mahomes trifft dann auch wieder auf Baker Mayfield. Vor mehr als vier Jahren trafen die beiden Quarterbacks bereits am College aufeinander. Es war ein Spiel für die Geschichtsbücher, an das sich die beiden Protagonisten wohl noch ihr ganzes Leben lang erinnern werden.

Die Begegnung zwischen Texas Tech und Oklahoma am 23. Oktober 2016 war bereits im Vorfeld mit Spannung erwarten worden. Fans der Red Raiders fieberten dem Spiel wochenlang entgegen, Fox übertrug live, mit 60.478 Zuschauern war das Jones AT&T Stadium bis auf den letzten Platz gefüllt.

Der Grund: Baker Mayfield. Nach Unstimmigkeiten über seine Starterrolle und sein Stipendium an der Universität hatte er Texas Tech im Januar 2014 im Streit verlassen und sich Oklahoma angeschlossen. Eine Entscheidung, die ihm seine ehemaligen Kommilitonen nie verziehen.

Das Auswärtsspiel der Sooners bei Texas Tech markierte Mayfields erstmalige Rückkehr als Spieler nach Lubbock. Und die Red Raiders ließen ihn ihre Wut spüren: Hunderte Fans strömten mit T-Shirts, die mit „Traitor“ (Verräter) bedruckt waren ins Stadion, auf dem Weg zum Spiel habe er eine Puppe an einem Galgen mit seinem Trikot erblickt, erzählte Mayfield später.

„Unsere Jungs waren bis in die Haarspitzen motiviert“, fasste Lincoln Riley, damals noch Oklahomas Offensive Coordinator, später zusammen. „Es war ein feindliches Publikum. Die ganze Vorgeschichte mit Baker, all diese Dinge. Unsere Spieler hatten unter der Woche darüber gesprochen. Wir waren so motiviert.“

Noch bevor der verhasste Sooners-Quarterback überhaupt den Rasen betreten hatte, tönten deutlich vernehmbare Sprechchöre durch das Stadion: „Fuck you, Baker!“ Die Stimmung auf den Rängen war aufgeladen. Doch die Fans hatten keinen Schimmer, was sie in den darauffolgenden Stunden erwarten sollte.

Mayfield vs. Mahomes: 1708 Yards, 1279 Passing Yards

Mit 66:59 setzte sich Oklahoma gegen Texas Tech durch, so viel sei verraten. Ohne Overtime. „Es war ein Basketball-Ergebnis“, hielt Mayfield im Anschluss passend fest. Doch selbst die geradezu absurde Punktzahl beschreibt den Wahnsinn, der sich auf dem Spielfeld zutrug, nur unzureichend.

Zusammen erreichten die Sooners und Red Raiders an diesem Abend 1708 Yards, Mayfield und sein Gegenüber Patrick Mahomes passten kumuliert für 1279 Yards, Mahomes alleine verzeichnete 819 Yards und 734 Passing Yards. Alles neue Rekorde in der Geschichte des College-Footballs. Bis heute.

Kliff Kingsbury, damals Head Coach der Red Raiders, und Lincoln Riley, der ein Jahr später dann zum Head Coach der Sooners befördert wurde, wählten rückblickend das gleiche Wort, um das Spiel zu beschreiben: „Episch.“

„Die zwei haben so gut gespielt, wie es auf dem College nur geht“, so Kingsbury. „Ich habe noch nie zwei Spieler auf einem Feld besser spielen sehen.“ Riley fügte an: „Ich glaube allen Ernstes, dass die Leute nicht glauben konnten, was sie da sahen.“

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