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Darum herrscht schon jetzt Krisenstimmung in Duval

Nach dem blamablen Saisonauftakt der Jacksonville Jaguars stehen Urban Meyer und Co. schon früh in der Kritik. Und diese scheint trotz des frühen Zeitpunkts gar nicht mal übertrieben zu sein.

Der Auftakt war brutal.

Die Jacksonville Jaguars gingen sicherlich nicht als Außenseiter in das erste Saisonspiel in Houston. Letztlich wurde ihnen jedoch von den Houston Texans „in den Arsch getreten“, wie es Head Coach Urban Meyer (57) auf seiner Pressekonferenz nach dem Spiel deutlich formulierte. 21:37 hieß es am Ende gegen den vermeintlich schlechtesten Kader der NFL.

Während der erste Touchdown der Jaguars im zweiten Viertel durch Chris Manhertz zum 7:14 nochmal Hoffnung machte, kamen die übrigen zwei zu einer Zeit, als die Partie längst entschieden war. Es war Ergebniskosmetik, Garbage-Time-Punkte, die höchstens Fantasy-Manager noch glücklich machten. Unter dem Strich war die neue Version der Jaguars unter Meyer und mit Nummer-1-Pick Trevor Lawrence (28/51, 332 YDS, 3 TD, 3 INT) beim erstem Auftritt komplett überfordert.

Zudem wirkte die Truppe unvorbereitet und undiszipliniert. Insgesamt kassierten die Jaguars zehn Strafen für 82 Yards am Sonntag, größtenteils in der Offense für Holding, illegal Formations oder – und das ist bemerkenswert -, weil sie mit zwölf Spielern aus dem Huddle kamen. Es wirkte teilweise, als wären sich diese Spieler erstmals an jenem Sonntag begegnet.

Meyer nannte diese Situation einen „Mangel an Disziplin, Mangel an Fokus“ und gab an, dass er „alles evaluieren“ werde.

Angespannte Stimmung durch gefrusteten Urban Meyer

Allerdings dürfte dies die allgemeine Stimmung unter seinen Spielern und vor allem seinem Trainerstab nicht unbedingt verschlechtern. Denn wie zu hören war, ist selbige ohnehin schon seit Wochen in bedenklichem Zustand. Jason LaCanfora von CBS Sports etwa berichtete bereits vor Saisonstart von größeren Unstimmigkeiten in Duval.

Dabei gehe es nicht nur darum, dass Spieler genervt seien, weil Meyer sein exzessives Micromanagement mit in die NFL gebracht hat und es etwa für nötig halte, Spieler im Training darauf aufmerksam zu machen, doch bitte etwas zu trinken. Darüber hinaus nämlich soll er vorhandene Frustration über die Gesamtsituation an seinen Mitarbeitern im Trainerteam auslassen und das schon über den Sommer hinweg bis zum Training Camp und der Preseason.

„Jeder muss schon jetzt über seine Schulter schauen“, wird eine Quelle zitiert. „Er rastet viel zu leicht aus und weiß nicht, wie man damit umgeht, zu verlieren, selbst in der Preseason. Er flippt aus und will Trainingseinheiten selbst übernehmen. Es ist nicht gut.“

Es soll dem Coach vor allem zusetzen, dass er nicht wie auf dem College sehr viel Zeit mit seinen Spielern habe verbringen können, teilweise aufgrund von Covid-Protokollen, teilweise aber auch wegen der Richtlinien und Limitierungen von Offseason-Trainings in der NFL. Die im Vergleich zum College eher geringe Kadergröße von nur 53 Spielern passe ihm ebenso wenig in den Kram wie die Tatsache, dass Meyer anders als auf seinen erfolgreichen College-Stationen Florida und Ohio State in Jacksonville nicht mehr mit das beste Spielermaterial zur Verfügung habe, was Gewinnen eben auch merklich erschwert.

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