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Der Franchise Tag: Was ist das und wer wird ihn bekommen?

Die Free Agency der NFL ist in Sichtweite, in knapp einem Monat öffnet wieder der Transfermarkt in der NFL. Doch nicht alle Spieler, deren Verträge auslaufen, kommen dann tatsächlich auf den Markt. Teams haben die Möglichkeit, jeweils einen Spieler per Franchise Tag zu halten. Doch welche Unterschiede gibt es dabei? Und welche Spieler müssen dieses Jahr mit dem Tag rechnen?

Free Agent wird, wer mindestens vier „accrued Seasons“ in der NFL absolviert hat und dessen Vertrag am Ende einer Saison ausläuft.

Eine „accrued Season“, also eine, die dem Spieler laut CBA als ganze angerechnet wird, bedeutet, dass ein Spieler mindestens für sechs Spiele einer Spielzeit im NFL-Kader eines Teams stand. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Spieler auch zum aktiven Kader am Spieltag gehörte oder nicht.

Angerechnet wird die Saison indes auch, wenn der Spieler für mindestens sechs Spiele auf der Injured Reserve List stand.

Nicht angerechnet wird eine Saison hingegen für Wochen in einer Practice Squad oder wenn sich der Spieler auf der Physically Unable to Perform (PUP) List, der Non-Football Injury (NFI) List oder der Exempt List des Commissioners befindet.

Will ein Team nun verhindern, dass ein potenzieller Star-Spieler das Team einfach so verlässt und sich einem anderen Team anschließt, eine Einigung über einen neuen langfristigen Vertrag jedoch nicht in Sichtweite ist, so kann dieser Spieler mit dem Franchise Tag belegt werden.

Der Franchise Tag erklärt

Zu beachten ist hier, dass es zwei verschiedene Franchise Tags gibt: den exklusiven und den non-exklusiven. Der weitaus gängigere ist der non-exklusive. Dieser hat zur Folge, dass ein Spieler, der ihn unterschreibt, einen garantierten Einjahresvertrag für die kommende Spielzeit erhält.

Jedoch kann ein mit diesem Tag belegter Spieler weiterhin mit anderen Teams verhandeln und sogar ein sogenanntes Offer Sheet unterschrieben. Ein Offer Sheet ist im Prinzip ein Vertrag, der zwar grundsätzlich Gültigkeit besitzt, aber noch vom bisherigen Team des Spielers gesichtet werden kann.

Das bisherige Team hat dann die Wahl: Will es den Spieler dennoch halten, dann zu den Konditionen, die der Spieler mit dem anderen Team per Offer Sheet ausgehandelt hat. Es würde also das Angebot des anderen Teams matchen und der Spieler bliebe zu den neuen Konditionen bei seinem bisherigen Team.

Lehnt es das bisherige Team in diesem Szenario jedoch ab, das Angebot zu matchen, dann wechselt der Spieler zu seinem neuen Team. Doch als Entschädigung müsste das neue Team des Spielers dann als Kompensation seine nächsten beiden Erstrundenpicks an das abgebende Team weiterreichen.

Entsprechend ist die Verpflichtung eines Spielers, der anderswo einen Franchise Tag erhalten hat, ein sehr hoher Preis, der weit über das Finanzielle hinaus geht.

Beim exklusiven Franchise Tag hingegen fällt das eben beschriebene Szenario raus. Dann nämlich muss der Spieler bleiben und darf nicht mit anderen Teams verhandeln, er wird so gesehen kein Free Agent. Als Entschädigung für ihn fällt sein festgeschriebenes Gehalt dann allerdings auch höher aus als beim non-exklusiven Franchise Tag.

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