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Die größten noch offenen Fragen bis zum Start der Training Camps – NFC Edition

Verlängert Kyler Murray bei den Cardinals? Gehen die Panthers und Seahawks wirklich mit ihrer aktuellen Quarterback-Besetzung in die Saison und was passiert mit den prominenten Receivern, die noch auf neue Verträge warten? Wir schauen auf die brennendsten Fragen in der NFC.

Die größten noch offenen Fragen der NFC

Nachdem wir uns bereits der AFC und den dort vorherrschenden wichtigsten noch offenen Fragen gewidmet haben, geht heute der Blick auf die NFC – die Conference, die mit den Rams und Bucs die zwei jüngsten Super-Bowl-Sieger gestellt hat.

Einigen sich Kyler Murray und die Arizona Cardinals?

Das größte Thema dieser Offseason in Arizona war zweifelsohne der Vertragsdisput von Kyler Murray. Und die Art und Weise, wie dieser vonstatten ging.

Ohne große Vorwarnung hatte Murray früh in der Offseason seinen Instagram-Account großflächig rasiert und war den Cardinals entfolgt. Was vor ein paar Jahren noch niemanden so recht gekümmert hätte, schlägt heutzutage große Wellen und wird gemeinhin als klares Signal aufgefasst.

Aber für was eigentlich? Dafür, dass Offseason ist? Dafür, dass man unzufrieden mit irgendwas sein könnte? Dafür, dass man dringend einen neuen Vertrag will? Letzteres dürfte bei Murray der Punkt gewesen sein.

Sein Agent Erik Burkhardt machte es dann deutlich, indem er nichts anderes als einen offenen Erpresserbrief verschickte, in dem er andeutete, dass die Organisation seinen Klienten doch nun endlich bezahlen solle.

Ein Schritt, der Ende Februar verblüffte, zumal Murray auch erst in diesem Sommer dazu berechtigt ist, einen neuen Vertrag zu unterschreiben. Seither passierte relativ wenig, es gibt keinen neuen Vertrag und allzu weit scheinen Verhandlungen zwischen beiden Parteien auch nicht gekommen zu sein.

Immerhin: Murray folgt den Cardinals mittlerweile wieder auf Instagram und erschien sogar zum Minicamp, das einige Spieler mit vertraglichen Wünschen andernorts aus Protest haben sausen lassen.

Was haben die Cardinals vor?

Die große Frage aber bleibt: Was haben die Cardinals vor? Ihre bisherige Zurückhaltung in dieser Personalie suggeriert zumindest mal Skepsis ihrem jungen Quarterback (24) gegenüber. Wie Burkhardt in seinem Brief korrekt bemerkte, hat Murray in drei Spielzeiten schon zweimal den Pro Bowl erreicht und er wurde 2019 von der AP zum Offensive Rookie of the Year gewählt.

Was bei Murray aber auch bislang der Fall war, ist seine Tendenz, gegen Saisonende abzuflachen. 2021 erreichten die Cardinals mit ihm und Head Coach Kliff Kingsbury erstmals die Playoffs. Doch nach einem fulminanten 7-1-Start ins Jahr, gelangen anschließend nur noch vier Siege den Rest des Weges – nur zwei davon mit Murray am Ruder, der sich zwischenzeitlich am Knöchel verletzt hatte und drei Spiele verpasste.

Dass das nicht nur an Murray selbst lag, sollte klar sein. Vielmehr hatte es auch damit zu tun, wie abhängig diese Offense als Ganzes mittlerweile von Wide Receiver DeAndre Hopkins ist. Wie Nate Tice von The Athletic es kürzlich so treffend formulierte, spielte Murray in zehn Spielen mit Hopkins auf dem Niveau von MVP Aaron Rodgers mit 0,19 EPA/Dropback. In vier Spielen ohne ihn dagegen ähnelte der Cardinals-QB dann eher Davis Mills (-0,11 EPA/Dropback).

Ein Umstand, der für die kommende Saison aufgrund der Sechs-Spiele-Sperre für Hopkins nach einem Dopingvergehen nichts Gutes verheißt. Doch für die Cardinals stellt sich zum jetzigen Zeitpunkt vor allem die Frage, ob nicht doch Murray hier ein Risiko-Faktor ist, speziell wenn man daran denkt, ihn langfristig zu binden.

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