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Die Paderborn Dolphins unterliegen im ersten Testspiel des Jahres 2022 den Cologne Crocodlies mit 25:42

Paderborn – Rund 300 Zuschauer verfolgten am vergangenen Samstag die Heimpremiere der Paderborn Dolphins im ostwestfälischen Hermann-Löns-Stadion. Als Gast für den ersten Härtetest der Saison hatte man sich die Cologne Crocodiles eingeladen, die im Vorjahr bis in die Playoffs der GFL vordringen konnten und so die Dolphins wohl auf Herz und Nieren prüfen würden – dieses Vorhaben jedenfalls ist den Dolphins gelungen.

Zu Beginn des Spiels entschieden sich die Domstädter dazu, selbstbewusst mit einer eigenen Angriffsserie ins Spiel und starten und konnten gleich in diesem ersten Angriff die Defense der Paderborner mit einer Passserie von Quarterback Christian Strong auf seine kongenialen US- amerikanischen Kollegen auf den Wide-Receiver-Positionen überwinden und den Touchdown zum 0:6 erzielen. Der anschließend geblockte Extrapunktversuch konnte nicht bis in die Endzone zurückgetragen werden, weswegen der 80-Yard-Sprint des Ball-aufnehmenden Jan Berg unbelohnt blieb.

Antworten der Dolphins scheiterten zumeist und typisch für dieses Stadium der Saison- Vorbereitung an fehlender Feinabstimmung oder unnötigen Strafen. Der erste Drive der Dolphins unter der Führung des Quarterbacks Clayton Uecker reichte immerhin zu einem Field Goal von Kicker Hendrik Schröder und man verkürzte auf 3:6. Die Kölner jedoch dachten nicht daran, das Fuß vom Gaspedal zu nehmen und erhöhten erst auf 3:14 später, zum Ende des zweiten Quarters war ein Paderborner Rückstand von 25 Punkten zu verzeichnen (3:28). Gerade der Angriff der Dolphins wirkte hier zahnlos und in letzter Konsequenz nicht gut genug umgesetzt. Zwar konnte man den Domstädtern aus dem deutschen Footballoberhaus hier und da ein paar Yards entlocken, die wirklichen Big-Plays blieben aber aufgrund individueller Fehler oder vereitelnder Strafen aus. Ein weiterer Faktor war hier auch der immense Druck, dem sich Uecker aufgrund des gut vorgetragenen Pass-Rushes der Crocodiles entgegenstehen sah.

Zum Beginn der zweiten Halbzeit stabilisierten sich dann sowohl die Offense, nun unter der Führung von Quarterback Louis Waldmann, als auch die Defense. Mit einem Lauf über die Außenbahn von Runningback Chris Elliott über das halbe Feld erzielten die Dolphins den ersten heimischen Touchdown des Jahres, die Kölner glänzten nun allerdings vor allem in den Special Teams. Hier hatten die Paderborner sichtliche Probleme mit der höheren Spielgeschwindigkeit der Kölner Returner, wodurch gleich zwei Touchdowns entstehen konnten und die Crocodiles den Zwischenstand auf ein happiges 10:42 hochschraubten.

Festen Willens, den heimischen Fans gegen einen starken Gegner aber doch noch etwas zu bieten betrat dann für den letzten Spielabschnitt Quarterback und Dolphins-Eigengewächs Finn Traphan das Feld und konnte mit gleich zwei gut vorgetragenen und durchaus sehenswerten Angriffserien auf 25:42 korrigieren (TD-Pass auf Sören Griese und 2-Piont-Conversion Tibor Ruloffs, TD-Pass auf Benedikt Waag), denn auch die Defense hielt im vierten Quarter die eigene Endzone sauber.

„Wir wollten einen harten und ehrlichen Test gegen einen Gegner auf Top-Niveau und den haben wir bekommen. Natürlich weißt du, dass du einen GFL-Playoff-Teilnehmer als Regionalliga- Meister des Vorjahres nicht vom Rasen schubst.“, sagte Headcoach Jason Irmscher. „Ein solcher Test bietet uns vielmehr die Möglichkeit dazu, im größeren Maße Baustellen aufzudecken, die gegen einen schwächeren Gegner vielleicht nicht so auffallen – dafür bin ich den Crocodiles sehr dankbar und ich würde mich wieder für so ein Spiel entscheiden. Wir konnten jedenfalls sehen, woran es bis zum ersten Saisonspiel gegen Essen (am 22.05. 15 Uhr – Stadion Am Hallo – AdR) zu arbeiten gilt und konnten allen unseren Spielern Einsätze bieten, die es vielleicht so in der Saison nicht mehr gibt.“

Quelle/Grafik: © Paderborn Dolphins – Jason Irmscher

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