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Jugendarbeit als Stärke

Wiesbaden Phantoms planen für 2021

Seit am vergangenen Mittwoch ein Ruck durch die sozialen Medien und Presselandschaft im American Football in Deutschland ging, beobachten auch die Wiesbaden Phantoms mit Interesse die Entwicklung um die neuen European League of American Football (ELF). Seit 1984 wird bei den Phantoms in drei Sportarten und quer durch alle Teams erfolgreich Cheerleading, Flagfootball und Football und gespielt. Der Club ist seitdem stetig gewachsen und konnte auch im Pandemiejahr 2020 seine Mitgliederzahl ausbauen.

Welche Auswirkungen eine neue Kapitalgesellschaft im Rhein-Main-Gebiet nun auf Spieler und ehrenamtliche Helfer haben wird, ist nach der ersten Veröffentlichung der ELF nicht abzusehen, wird aber auch vom neuen GFL-Ligavorstand kritisch gesehen: „Die ELF will mit ihren Investoren als Unternehmen außerhalb des in Deutschland und Europa organisierten Sports tätig werden“, sagt GFL-Ligavorstand Axel Streich. „Es ist offensichtlich, dass bei diesem Ansatz die Gewinnerzielung im Vordergrund steht und nicht die Förderung und Entwicklung des Sports, seiner Strukturen sowie seiner aktiven Sportler.“

Die Wiesbaden Phantoms sind sich ihrer Stellung als Ausbildungsclub junger Sportler bewusst. Seit Jahren spielt die U19 in der Jugendbundesliga (GFL-Juniors) immer in den Play-offs und ist Deutscher Vizemeister. „Dass Spieler am Ende ihrer Jugendsaison auf Grund von Studium oder Wohnortwechsel zu anderen Vereinen gehen, um weiter ihren geliebten Sport nachgehen zu können, freut uns, schöner ist natürlich, sie spielen und entwickeln sich bei uns weiter“, so Head Coach Christian Freund.

Dass nun aber die neue Liga, gemäß einem Zitat ihres neuen Commissioner Patrick Esume rein auf ausgebildete Spieler setzt, sieht der Phantoms-Vorstand allerdings kritisch: „Wir haben ausgegliederte Teams, die sich neu gründen und keine juristische Vereins-Struktur haben, sondern zum Beispiel GmbHs sind. … Denn zu einem Verein gehört ja auch die Jugend, … Das ist bei uns nicht der Fall“, heißt es auf ran.de. Hier stelle sich dem Phantoms-Vorstand die Frage: Wo kommen diese Spieler alle her?

Die Wiesbaden Phantoms planen 2021 mit allen Teams in den entsprechenden Ligen anzutreten. „Wir haben gute Coaches in unseren Jugendteams, der neue Stab für das GFL2-Team ist auch fast komplett und somit bieten wir im Rhein-Main-Gebiet eine perfekte Anlaufstelle für Football“, ergänzt Phantoms-Sportdirektor Oliver Gebhardt.

Pandemiebedingt findet aktuell Athletiktraining für jeden Sportler individuell statt, sobald sich allerdings die politischen Vorgaben ändern, geht es zurück auf das Feld und in die Hallen, dafür wurde eine verschärftes Hygiene- und Schutzkonzept erarbeitet.

Am Freitag trat zudem eine hessische Initiative auf die Spielfläche, die noch ein Positionspapier zur Abwahl des hessischen Verbands-Präsidiums vorlegen möchte.

Angeblich wurde hier die Basis im Verband gefragt und die hessischen Vereine wären mit der Arbeit des AFVH unzufrieden. „Als ältester und einer der mitgliederstärksten Clubs im hessischen Football erwarten die Wiesbaden Phantoms dieses Papier mit Spannung“, schreibt der Vorstand des Clubs. „Die Basis der über 500 Mitglieder in Wiesbaden war in diesem Entwicklungsprozess nicht eingebunden. Wir als Phantoms werden ruhig und besonnen die Planungen für 2021 vorantreiben und im Rahmen der Möglichkeiten Football im Europaviertel bieten.“

Quelle: Wiesbaden Phantoms Presse

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