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Julian Ampaw kehrt zu den Piraten zurück

ELMSHORN – 2007 verließ der heute 30 Jahre alte Julian Ampaw das Piratenschiff, um im darauffolgenden Jahr im Jugendteam der Hamburg Huskies anzuheuern. Die beiden Jahre zuvor hatte er in Elmshorn seine ersten footballerischen Schritte unternommen.

Nun unterschrieb der Runningback bei seinem alten Club, um in der GFL 1-Saison 2020 für die Piraten möglichst viele Touchdowns zu erbeuten. Gemeinsam mit Khairi Dickson, der den Pirates bereits vor seiner Abreise im Oktober des Vorjahres seine Zusage für die kommende Saison gegeben hatte, soll er dann das Laufspiel der Elmshorner prägen. „Julian ist eine gute und wichtige Verstärkung für uns, der in seinem Laufstil mehr über die Kraft kommt. Ich freue mich, dass er zu seinen sportlichen Wurzeln zurückkehrt“, sagt Headcoach Jörn Maier.

„Er ist ein guter Runningback, der in Kiel bis zu seinem Abschied Mitte der Saison Leading Rusher war. Julian ist ein schneller, athletischer und kraftvoller Läufer, der direkt ohne Anpassungsprobleme in unser Angriffssystem passt“, sagt Offense-Coordinator Andreas Nommensen. In den sieben Spielen für die „Wirbelstürme“ kam er in der Vorsaison in Deutschlands höchster Spielklasse auf einen Durchschnittswert von 48,6 Yards Raumgewinn pro Partie und landete sechsmal mit dem Football in der gegnerischen Endzone. Zudem habe Ampaw auch Stärken in der Pass Protection, ist also in der Lage auch Gegenspieler zu blocken, die auf den eigenen Quarterback stürmen. „Julian bringt quasi das Komplettpaket aus Fangen, Laufen und Blocken mit“, freut sich Nommensen über die neugewonnene sportliche Allzweckwaffe, die er schon von 2011 an bei den Kiel Baltic Hurricanes gecoacht hatte.

In der Landeshauptstadt blieb Ampaw noch drei weitere Jahre, ehe es ihn anschließend in die USA an die Waldorf Univesity (US-Bundestaat Iowa) zog. 2015 spielte er dort eine Saison gemeinsam mit seinem jetzigen Teamkollegen Benjamin Mau. 2016 wurde Ampaw vom NFL-Development-Team Detroit Cougars (Rivals Professional Football League) unter Vertrag genommen. Von 2017 an trug er dann erneut das Kieler Trikot. In diesem Jahr hatte der Footballer zuvor auch in einem NFL-Talentcamp des renommierten Scouts Max Emfinger teilgenommen.

„Ich bin durch Coach Nommensen auf das Pirates-Programm aufmerksam gemacht worden, aber hauptsächlich bin ich zurück nach Elmshorn gekommen, weil hier alles anfing und alle meine Jungs hier sind“, sagt Ampaw, dessen Mutter aus Togo stammt. Sein Vater ist Ghanaer, die Familie seines Stiefvaters ist gambischer Herkunft. In Kiel spielte Ampaw beispielsweise bereits mit Eldert Terekuu und Robin Fensch zusammen, bei den Huskies war unter anderem auch schon Miguel Boock sein Teamkollege.

Der angehende Zimmermeister aus Hamburg-Lurup war bis 2010 in der Jugend und im Herren-Team der Huskies aktiv. 2008 holte er mit der deutschen Juniorennationalmannschaft den Europameistertitel in Sevilla. Der Formel 1-Fan möchte nun auch in der Elmshorner GFL 1-Premierensaison Gas geben und „das Team zu hundert Prozent unterstützen, um das gewünschte Ziel und mehr zu erreichen.“ Die Piraten wollen direkt Kurs auf die Playoffs nehmen.

Abseits des Feldes kann sich Ampaw zudem für Kampf- und Wassersport und die kreative Beschäftigung mit dem Werkstoff Holz begeistern. „Was ich an Julian sehr schätze ist dieser Wille, alles für das Erfüllen seiner Ziele zu geben. Er ist ehrgeizig, aber dabei immer ein absoluter Teamplayer und einfach ein unheimlich netter Typ“, lobt Nommensen den 1,82 Meter großen und 110 Kilo schweren Athleten.

Quelle: Elmshorn Fighting Pirates – Fiete Möldenstein
Foto: © Marc Seefeldt

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