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Kein Spiel für schwache Nerven zwischen Chemnitz Varlets und Leipzig Hawks

Das heutige Aufeinandertreffen der Chemnitz Varlets und der Leipzig Hawks war nichts für schwache Nerven. Am Ende behielten die Gäste aus Leipzig glücklich mit 34:36 (6:14/0:6/22:0/6:16) die Oberhand. Das Spiel begann mit Ballbesitz für die Gäste.

Diese legten gleich richtig los und die Defense der Varlets hatte das Nachsehen. So war der erste Touchdown auch schnell erreicht – neuer Spielstand 0:8. Die Leipzig Hawks wollten offenbar die Chemnitzer Offense gar nicht auf das Feld lassen. Denn nun folgte ein Onside Kick und das auch noch erfolgreich. Also nahm die Leipziger Offense ein zweites Mal Anlauf, konnte diesmal aber rechtzeitig gestoppt werden. Der Offense um Quarterback Tillman Härtel (#9) bekam jedoch keinen Fuß auf die Erde. Nach einer Interception der Leipziger Defense war es schnell vorbei. Schlimmer noch – der abgefangene Ball wurde gleich bis in die Endzone zum Touchdown zurück getragen. Die Führung der Gäste wuchs auf 0:14.

Nun galt es für die Offense das Geschehene abzuhaken und ins Spiel zu kommen. Das gelang nun recht ordentlich. Schließlich nahm Simeon Oehme (#11) die Beine in die Hand, ließ die Verteidiger hinter sich und lief zum Touchdown und neuem Spielstand 6:14. Die Seiten wurden getauscht. Die Leipzig Hawks befanden sich im Ballbesitz. Ein Offside der Varlets-Defense verhalf den Gästen zu einem Freeplay. Der weite Pass des Quarterbacks konnte erfolgreich zu einem Touchdown verwertet werden. Bei 6:20 war somit der vorherige Abstand wieder hergestellt. Turnover hüben wie drüben bestimmten nun das Geschehen. Zählbares sprang bis zur Halbzeitpause nicht mehr heraus.

In der Halbzeitpause fanden die Coaches der Chemnitz Varlets offenbar geeignete Worte. Den Kickoff der Leipziger nahm Lukas Löser (#33) auf und kam erst wieder in der gegnerischen Endzone zum Stehen – ein Auftakt nach Maß für das dritte Viertel. Die Chemnitz Varlets verkürzten auf 12:20. Die Antwort der Leipzig Hawks blieb trotz mancher guter Spielzüge jedoch aus. Aber auch die Chemnitzer Offense musste sich schnell wieder vom Angriffsrecht trennen. Doch nicht für lang. Denn gleich im ersten Spielzug verlor der Ballträger den Ball, Moritz Lehmann (#70) warf sich auf den Ball und die Offense war wieder an der Reihe. Das setzte offenbar noch weitere Kräfte frei. Die Chemnitzer Offense arbeitete sich über das Feld und schließlich lief Tim Hobus (#12) zum Touchdown und 20:20-Ausgleich, denn auch der ausgespielte Extrapunktversuch ging auf sein Konto.

Nun war wieder ein Special Team an der Reihe. Den Kickoff der Chemnitz Varlets nahmen die Leipzig Hawks zwar auf, doch ein Fumble gab den Ball in die Hände von Max Steyer (#5), der nur noch ein Yard von der gegnerischen Endzone entfernt noch abgefangen wurde. Simeon Oehme (#11) bekam den Ball und sicherte die Punkte zur 28:20-Führung für die Chemnitz Varlets (2 Extrapunkte Tim Hobus (#12)). Das hatten sich die Gäste aus Leipzig sicher so nicht gedacht. Mehr und mehr Unkonzentriertheiten schlichen sich nun ein, was den Chemnitz Varlets den Weg zur Resultatsverbesserung verbaute. So kam es wie es kommen musste und die Leipzig Hawks glichen per Pass zum 28:28 aus.

Wieder versuchten sie nun einen Onside Kick, jedoch waren die Chemnitz Varlets nun auf der Hut und sicherten den Ball. Zwei Spielzüge später war Tim Hobus (#12) ein weiteres Mal in die Endzone zum Touchdown gelaufen – erneute FÜhrung mit 34:28. Die folgende Angriffsserie der Leipziger konnte quasi im letzten Moment kurz vor der Endzone gestoppt werden. 63 Sekunden noch auf der Uhr, Ballbesitz, was soll nun noch schief gehen. Die Antwort lautet – alles. Sechs Yards vor der eigenen Endzone, der Snap segelt am Quarterback vorbei in die Endzone hinein und ein Leipziger Verteidiger wirft sich auf den Ball. Touchdown – 34:34. Der Extrapunkt wird ausgespielt, der Ballträger gelangt gerade so in die Endzone – 34:36. Noch waren 45 Sekunden auf der Uhr und der Onside Kick der Leipzig Hawks brachte die Chemnitz Varlets in der Mitte des Feldes in Ballbesitz. Doch es sollte nicht sein.

Den Chemnitz Varlets fehlte in diesem Spiel auf Messers Schneide am Ende das kleine Quäntchen Glück, um den Sieg zu erringen. Letztlich fehlte am Ende auch die Kraft und die letzte Konzentration. Doch das tut dem gezeigten Leistung keinen Abbruch. Mit toller Moral kämpften sich die Chemnitz Varlets im dritten Viertel nicht nur zurück ins Spiel, sondern übernahmen auch bis kurz vor Schluss die Führung. Glückwünsche gehen an die Leipzig Hawks, die mit ihren beiden Siegen nun bereits als Sieger der Sachsenliga im A-Jugendbereich fest stehen.

Quelle/Foto: © Chemnitz Crusaders – Steffen Thiele

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