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Miami Dolphins: Ist der Neuaufbau schon gescheitert?

Die Miami Dolphins befinden sich seit ein paar Jahren im Neuaufbau. 2021 sollte nun der große Playoff-Angriff folgen. Stattdessen machte das Team einen gehörigen Schritt zurück und hat sich wohl auch die nahe Zukunft verbaut. War es das schon mit der nächsten großen Ära?

Die 17:45-Klatsche bei den Tampa Bay Buccaneers am vergangenen Sonntag markierte nicht nur die nächste deutliche Pleite – es war bereits die vierte Niederlage in Serie für die Miami Dolphins. Es war zugleich die schlechteste Defensiv-Vorstellung dieses Teams seit dem Season-Opener 2019 gegen die Baltimore Ravens (10:59). Jenes Spiel war die Premiere für Head Coach Brian Flores und der offizielle Beginn eines langen Neuaufbaus.

Seit jeher predigte vor allem General Manager Chris Grier Geduld und verwies aufs große Ganze. Der Prozess, der seinerzeit begonnen wurde, sei ein langwieriger und die Zukunft stehe im Vordergrund, während etwaige Rückschläge der Gegenwart in Kauf zu nehmen seien.

Dieses Mantra galt für 2019 wie auch für 2020. Doch in der laufenden Spielzeit könnte die Geduld allmählich enden.

2019 gelang es einer massiv abgerüsteten Resterampe immerhin, fünf Achtungserfolge einzufahren. Für ein Team, das gemeinhin als klarer Kandidat auf den Nummer-1-Pick in jene Saison gegangen war, ein Erfolg.

Gleichzeitig gelang es, mit der Trennung von einigen Leistungsträgern Draft-Picks für die Zukunft zu akquirieren. 2020 dann standen letztlich sogar zehn Siege zu Buche, was zwar nicht für die Playoffs reichte, aber unterstrich, wie weit der Neuaufbau schon vorangeschritten war.

Ryan Fitzpatrick sorgte für Aufschwung 2020

Dass ein Grund für den etwas überraschenden Aufschwung des Vorjahres Quarterback Ryan Fitzpatrick und seine beherzten Einsätze als Aushilfe für Rookie Tua Tagovailoa war, wurde zwar registriert, aber auch nicht überbewertet. Vielmehr war klar: Tua ist unser Mann, sodass Fitzmagic nach Washington abwanderte und Miami alles auf den Hawaiianer setzte.

Nach fünf Wochen und vier Niederlagen – Tua wirkte verletzungsbedingt nur in den ersten beiden Partien mit – muss man neben mehreren Entscheidungen auch diese kritisch unter die Lupe nehmen.

Bis zuletzt zeigte die Offense mit Backup Jacoby Brissett nur phasenweise bessere Vorstellungen, sodass die Dolphins darauf hoffen, Tagovailoa bereits am kommenden Sonntag in London gegen die Jacksonville Jaguars zurückzubekommen. Doch der junge QB überzeugte bislang auch nicht. Wie schon im Vorjahr präsentiert er sich zu zögerlich, sobald sein erster Read nicht da ist. Ebenso hält er weiterhin den Ball zu lange und wird leicht nervös. Selbst beim Auftaktsieg in New England stand bis auf zwei gut geskriptete Drives zu Beginn jeder Halbzeit nicht viel Gutes auf dem Zettel.

Die Offense machte also eher nicht den erhofften nächsten Schritt, um vollends konkurrenzfähig zu sein. Das Überraschende für Miami dürfte aber vielmehr sein, dass auch die Defense nicht allzu stabil daherkommt.

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