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NFL Draft Grades 2021: Browns und Ravens räumen ab – was planen die Steelers?

Der NFL Draft 2021 ist Geschichte! Wer hat dabei besonders abgeräumt? Bei welchen Teams sind die Fragezeichen größer als vor dem Draft? Wer konnte mit seinen Entscheidungen punkten – und wer hinterlässt Stirnrunzeln? Die Draft Grades fassen drei ereignisreiche Tage zusammen.

Zu Beginn ein kleiner Disclaimer zu der Frage, wie sinnvoll Draft Grades unmittelbar nach dem Draft sind. Sollte man nicht erst abwarten, wie sich die Spieler entwickeln? Ist eine Bewertung nicht erst nach drei, vier Jahren möglich? Ja und Nein.

Bei Draft Grades geht es nicht darum, jede Klasse im Detail auf die nächsten vier Jahre zu prognostizieren. Es geht nicht darum, sich festzulegen, welcher Sechstrunden-Sleeper explodieren und der nächste Superstar oder welcher Top-10-Pick in drei Jahren ein Draft-Bust sein wird – leider kann niemand in die Zukunft schauen.

Es geht auch nicht darum, stupide die Picks mit seinem eigenen Pre-Draft-Board abzugleichen und dann eine Note daraus zu basteln – das hätte keinerlei Mehrwert. Vielmehr geht es darum, den Prozess im Hier und Jetzt zu bewerten; und das wiederum ist ausschließlich jetzt möglich, bevor sich das Bild unweigerlich verschiebt, wenn die Spieler ihre ersten NFL-Erfahrungen gesammelt haben, Verletzungen eine Rolle spielen, ungeahnte Gelegenheiten oder Hindernisse ins Spiel kommen.

Es geht darum, den Prozess und die Herangehensweise der 32 Teams über die drei Draft-Tage anzuschauen, zu beurteilen und zu versuchen, die Überlegungen nachzuvollziehen. Natürlich fließen zusätzlich die eigenen Analysen der individuellen Prospects – sonst könnte man sich diese auch sparen -, sowie Dinge wie Positional Value und in wie weit sich der mit dem Value des investierten Draft-Picks deckt, mit rein.

Draft Grades haben durchaus ihre Daseinsberechtigung, auch wenn die Spieler noch keinen Snap in der NFL gespielt haben – so lange man sie als das auffasst, was sie sind.

Draft Grades: AFC East

Buffalo Bills

Die Picks: Edge Gregory Rousseau (1. Runde), Edge Carlos Basham (2. Runde), Tackle Spencer Brown (3. Runde), Tackle Tommy Doyle (5. Runde), Wide Receiver Marquez Stevenson (6. Runde), Safety Damar Hamlin (6. Runde), Cornerback Rachad Wildgoose (6. Runde), Guard Jack Anderson (7. Runde).

Die Analyse: Die Bills gleich zu Beginn sind ein gutes Beispiel für den Prozess in der Entstehung der Note. Ich war kein Fan von Rousseau, der zwar sehr lange Arme hat, aber nicht die Athletik oder Explosivität, um konstant außen zu gewinnen und nicht die Power, um in der NFL konstant innen zu spielen.

Ich war auch kein großer Fan von Basham, der sich für seine Größe gut bewegt, aber noch viel mehr Power aus seinem Frame holen muss. Auch er ist in puncto Explosivität und Bend limitiert. Ich hatte beide etwa eine halbe Runde tiefer auf dem Board.

Aber offensichtlich hatten die Bills hier ein klares Muster, und zumindest was die Position angeht, stimme ich vollends zu: Buffalo muss mehr aus seinem 4-Men-Rush bekommen, das wurde letztes Jahr überdeutlich. Brown und Doyle sind Tackle-Projekte, Stevenson ein netter Speed-Receiver für eine Offense, die gerne mit vier Wideouts spielt und die noch besser darin werden kann, vertikal zu attackieren. Wildgoose ist ein Value-Pick an 213, würde mich nicht wundern, wenn er es ins Team schafft. Eine Klasse ohne Highlight, was aber nicht schlecht sein muss.

Die Note: 2-

Miami Dolphins

Die Picks: Wide Receiver Jaylen Waddle (1. Runde), Edge Jaelan Phillips (1. Runde), Safety Jevon Holland (2. Runde), Tackle/Guard Liam Eichenberg (2. Runde), Tight End Hunter Long (3. Runde), Tackle Larnel Coleman (7. Runde), Running Back Gerrid Doacks (7. Runde).

Die Analyse: Miami hatte natürlich enorme Ressourcen, aber sie haben daraus auch einiges gemacht. Waddle könnte sehr gut der elektrisierendste Playmaker dieser Klasse werden, für mich war er auf Augenhöhe mit Ja’Marr Chase und DeVonta Smith. Phillips hat mit der Vorgeschichte an Gehirnerschüttungen offensichtliche Fragezeichen, vom Talent her ist das der beste Edge-Rusher im Draft. Holland als ersten Safety hatte ich nicht erwartet, aber er war ein Top-3-Safety für mich und passt in Miamis Scheme.

Eichenberg könnte in der NFL durch die überschaubare Reichweite auf Guard rutschen, sodass Robert Hunt nach einer vielversprechenden Rookie-Saison doch auf Tackle bleibt. Auch hier ist Miami jetzt flexibler. Hier aber bezahlte Miami einen hohen Preis, in Form von Pick Nummer 50 und einem Drittrunden-Pick nächstes Jahr. Die Dolphins haben viel Draft-Kapital, das aber war ein teurer Deal. Aus der fünften Runde tradeten die Dolphins im Gegenzug raus und sackten Pittsburghs Viertrunden-Pick 2022 ein.

Long sollte eine gute Ergänzung zu Mike Gesicki darstellen. Long ist deutlich eher der „klassische“ Tight End, der auch In-Line blocken kann und zudem soliden Value als Receiver mitbringt, auch wenn ihm die athletische Upside für mehr fehlt. Also gewissermaßen das genaue Gegenteil von Gesicki.

Die Note: 2

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