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Schlampige Buccaneers verlieren bei Brady Debüt in NOLA

NFL Week 1: Recaps, Highlights, Ergebnisse und alle Infos zu Woche 1

Die Sonntagabendspiele in Week 1 sind gespielt! Die Colts unterliegen durch Minshew-Mania völlig überraschend in Jacksonville, während Russell Wilson, Lamar Jackson und Aaron Rodgers Galavorstellungen zeigen. Cam Newton feiert ein gelungenes Debüt für die Patriots und die Bears schocken die Lions in einem dramatischen Finish. Tom Brady gab ein wechselhaftes Debüt für die Buccaneers und unterlag den New Orleans Saints. Ebenso verlor Joe Burrow bei seinem NFL-Debüt in letzter Sekunde, während die Arizona Cardinals ein spätes Comeback gelang.

Atlanta Falcons (0-1) – Seattle Seahawks (1-0)
Ergebnis: 25:38 (3:14, 9:0, 0:14, 13:10) BOXSCORE

„Let Russ cook“ hatten Seahawks-Fans zuletzt immer wieder von ihren Coaches gefordert und siehe da, im Saisonauftakt gegen die Falcons durfte Russell Wilson (31/35, 322 YDS, 4 TD) tatsächlich die schwersten Lasten der Offense schultern: Wilson warf 35 Pässe, alle Running Backs der Seahawks kamen zudem auf gerade mal 16 Carries. Der 31-Jährige zahlte das Vertrauen zurück, warf genau so viele Incompletions wie Touchdowns und verzeichnete beinahe ein perfektes Passer Rating.

Die Seahawks warfen den Ball nicht nur überraschend viel, beim ersten Drive nach der Pause ließ Carroll sogar ein Fourth-and-Five an der gegnerischen 38-Yard-Line ausspielen. Wilson fand D.K. Metcalf (4 REC, 95 YDS, TD), der Isaiah Oliver an der Line of Scrimmage geschlagen hatte, für einen spektakulären Touchdown. Wilsons weitere Touchdown-Pässe landeten in den Händen von Chris Carson (6 ATT, 21 YDS, 6 REC, 45 YDS, 2 TD) und Greg Olsen (4 REC, 24 YDS, TD)

Buffalo Bills (1-0) – New York Jets (0-1)
Ergebnis: 27:17 (14:0, 7:3, 0:7, 6:7) BOXSCORE

Punt. Punt. Punt. Punt. Interception. Schlechter hätte die Offense der Jets kaum in die neue Saison starten können – zumal die ersten drei Punts nach Three-and-Outs für zusammengerechnet lächerliche vier Yards zustande kamen. Zumal auch die Defense der Jets sich kaum besser präsentieren konnte. Einzig zwei verlorene Fumbles von Josh Allen (33/46, 312 YDS, 2 TD, 14 ATT, 57 YDS, TD, FUM) verhinderten, dass die Bills das Spiel zur Pause bereits endgültig entschieden hatten. Die anderen drei Drives von Buffalo in Halbzeit eins endeten allesamt in Touchdowns.

Allen verzeichnete 46 Pässe und 14 Runs und somit insgesamt mehr als dreimal so viele Plays wie seine beiden Running Backs zusammen. Vom angeblichen Plan, 2020 weniger mit dem Quarterback zu laufen, war bei den Bills nichts zu sehen. Trotz einer insgesamt soliden Stat-Line wird Allen seine Kritiker allerdings noch nicht überzeugt haben. Neben seinen zwei Turnovern leistete er sich so manchen unschönen Wurf. Besonders sein Pass-Versuch auf John Brown, der völlig offen in der Endzone um zwei Meter überworfen wurde, dürfte in Erinnerung bleiben.

Gegenüber Sam Darnold (21/35, 215 YDS, TD, INT) präsentierte sich dabei nicht besser. Der ehemalige Nummer-drei-Pick des Drafts bekam den Ball in der gesamten ersten Hälfte nicht bewegt und warf schließlich einen absolut furchtbaren Pick in die Hände von Linebacker Matt Milano. Einzig ein 69-Yard-Touchdown-Catch-and-Run von Jamison Crowder (7 REC, 115 YDS, TD) hübschte Darnolds Statline im zweiten Durchgang noch etwas auf.

New England Patriots (1-0) – Miami Dolphins (0-1)
Ergebnis: 21:11 (0:0, 7:3, 7:0, 7:8) BOXSCORE

Cam Newton (15/19, 155 YDS, 15 ATT, 75 YDS, 2 TD) und die Patriots feiern einen erfolgreichen Einstand in die Post-Tom-Brady-Ära! New England setzte im Division-Duell gegen die Dolphins tatsächlich auf eine Run-First-Offense (42 Carries bei nur 21 Dropbacks) mit Run Options und designten Quarterback-Runs. In der Red Zone setzten die Patriots zudem mehrfach auf Empty Formations mit Newton als Rushing Threat.

Dabei lief zwar längst noch nicht alles perfekt für diese neue Offense von Bill Belichick und Josh McDaniels, drei Drives der Patriots endeten in Punts, zudem verlor N’Keal Harry (5 REC, 39 YDS) einen Fumble. Es war allerdings bereits klar zu erkennen, wie die Patriots mit Newton spielen wollen, vor allem in der Red Zone wirkte dies bereits extrem gefährlich. Der ehemalige Panthers-Quarterback wirkte voll belastbar und bewegte sich beinahe wie in seinen besten Tagen.

Auf Seiten der Dolphins erwischte Ryan Fitzpatrick derweil einen seiner schlechteren Tage: Der 37-Jährige, der im ersten Saisonspiel den Vorzug vor Rookie Tua Tagovailoa erhielt, wurde gleich von drei Patriots-Defendern intercepted: Stephon Gilmore, J.C. Jackson und Adrian Phillips verzeichneten allesamt einen Pick, den einzigen Touchdown für die Gäste verzeichnete Jordan Howard (8 ATT, 7 YDS, TD), der mit gerade mal sieben Rushing Yards bei acht Carries allerdings äußerst blass blieb.

Detroit Lions (0-1) – Chicago Bears (1-0)
Ergebnis: 23:27 (3:3, 10:3, 10:0, 0:21) BOXSCORE

Was für ein Drama in der NFC North! Mit einem 44-Yard-Field-Goal hatte Matt Prater die Führung der Lions Ende des dritten Viertels auf 23:6 erhöht, das Spiel schien bereits so gut wie entschieden. Tatsächlich entschieden die Bears das letzte Viertel jedoch mit 21:0 für sich und drehten das beinahe schon verloren geglaubte Spiel, auch aufgrund einer bösen Interception von Matt Stafford (24/42, 297 YDS, TD, INT, 5 ATT, 23 YDS), so noch. Wenige Sekunden vor dem Ende hatten die Lions sogar noch die Chance durch einen Touchdown wieder in Führung zu gehen, Rookie D’Andre Swift ließ Staffords Pass in der Endzone allerdings fallen. Den letzten Verzweiflungsversuch wehrte schließlich Jaylon Johnson in der Endzone ab.

Dabei hatten die Bears eigentlich überhaupt nicht ins Spiel gefunden, Mitchell Trubisky (20/36, 242 YDS, 3 TD, 3 ATT, 26 YDS) präsentierte sich einmal mehr ungenau und unsicher und hatte mehrfach bei schlechten Pässen Glück, dass die Lions den Ball nicht abfingen. Eine Auswechslung gegen Nick Foles schien zur Pause durchaus denkbar. Im letzten Viertel warf Trubisky dann allerdings drei Touchdowns, darunter auch den letztlich spielentscheidenden 27-Yard-Pass auf Anthony Miller knapp zwei Minuten vor dem Ende.

Minnesota Vikings (0-1) – Green Bay Packers (1-0)
Ergebnis: 34:43 (7:3, 3:19, 0:7, 24:14) BOXSCORE

Was für eine Antwort von Aaron Rodgers (32/44, 364 YDS, 4 TD, ATT, 2 YDS)! Nach einer Offseason, in der die Packers die Receiving-Probleme des Teams offensichtlich ignorierten und sogar Rodgers‘ wahrscheinlichen Nachfolger in Jordan Love drafteten, zeigte der zweimalige MVP im ersten Spiel der neuen Saison eine herausragende Vorstellung: Rodgers brachte zahlreiche Highlight-Würfe an den Mann, insbesondere zum Ende der zweiten Halbzeit, als Rodgers durch eine Interception von Jaire Alexander bedingt zwei Touchdowns in nur 24 Sekunden warf, schien er kaum aufzuhalten.

Dabei waren die Receiving-Probleme der Packers gegen die junge und unerfahrene Secondary der Vikings keineswegs wie weggeblasen. Davante Adams (14 REC, 156 YDS, 2 TD) zeigte seine herausragende Klasse zwar gleich mehrfach, den anderen Spielern des Receiving Corps unterliefen allerdings einige Fehler. Marquez Valdes-Scantling (4 REC, 96 YDS, TD) kam zwar auf eine beeindruckende Statline, leistete sich jedoch gleich mehrere Drops. Der Deutsche Equanimeous St. Brown hatte es nicht in den Kader für das Spiel geschafft.

New Orleans Saints (1-0) – Tampa Bay Buccaneers (0-1)
Ergebnis: 34:23 (0:7, 17:0, 7:10, 10:6) BOXSCORE

Tom Brady (23/36, 239 YDS, 2 TD, 2 INT) gab sein lang erwartetes Debüt für die Tampa Bay Buccaneers und selbiges verlief wechselhaft. Es begann mit einem QB-Sneak durch die Mitte zum ersten Touchdown im Spiel. Anschließend jedoch leistete sich der dreimalige MVP seine erste Interception im Spiel, die schließlich zu einem Saints-Touchdown führte. Zu Beginn des dritten Viertels leistete er sich dann sogar noch einen Pick-Six – Janoris Jenkins trug den Ball über 36 Yards in die Endzone. Letztlich gelangen Brady noch Touchdown-Pässe auf O.J. Howard und Mike Evans, mehr war jedoch nicht drin.

Bemerkenswert: Für Brady war es erst der zweite Season Opener, in dem ihm mehrere Interceptions unterlaufen sind. Zuletzt war ihm dies 2003 passiert.

Bester Mann bei den Saints, die besonders im zweiten Viertel aufdrehten, war Running Back Alvin Kamara. Er kam auf zwei Touchdowns nacheinander und erzielte insgesamt 77 Scrimmage Yards. Quarterback Drew Brees wiederum hielt sich zurück und kam lediglich auf 160 Yards (16/30), machte aber auch keine Fehler und warf 2 Touchdown-Pässe.

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