Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Paderborn Dolphins verlassen das Ruhrgebiet siegreich – schlagen die Assindia Cardinals mit 31:14

Die Paderborn Dolphins gewinnen ihr erstes GFL 2 Spiel seit vier Jahren mit 31:14 (0:0, 7:6, 7:0, 17:8) gegen die Assindia Cardinals auswärts im Stadion „Am Hallo“.

Der Mai meinte es sehr gut mit den beiden auflaufenden Teams, die bei strahlendem Sonnenschein und rund 25 Grad ein intensives Duell miteinander ausfochten.

Krankheitsbedingt mussten die Cardinals dabei auf ihren Defensive Coordinator Luigi Figlia verzichten, der auch auf Seiten der angereisten Paderborner schmerzlich vermisst wurde – hatten sich doch einige alte Weggefährten auf ein Wiedersehen gefreut.

Das Spiel jedenfalls startete mit einer Angriffsserie der Essener. Einem ordentlichen Kickoff-Return folgte ein langer Drive – man tastete sich gegenseitig ab, die Paderborner bekamen ihren erwarteten Kampf vor allem in der Tackle-Box. Ein Pass hingegen von Essens Quarterback Jodlauk war es am Ende, der über 53 Yards von Marcel Perz in die Endzone getragen werden konnte und somit im zweiten Quarter zum ersten Mal das Scoreboard veränderte. Der anschließende Extrapunkt saß nicht, sodass die Offense der Paderborner unter der Führung von Coordinator Nils Müller und Jung- Quarterback Finn Traphan fest entschlossen war, diesem fehlenden Punkt eigene sieben entgegenzusetzen.

Die prompte Antwort: Ein gut vorgetragener Drive, in dem man versuchte die Schwachstellen der Cardinals zu attackieren und der letztlich mit einem Pass auf den stark in Paderborn angekommenen Ex-Bielefelder Felix Blissenbach veredelt werden konnte. Da auch der Extrapunkt von Hendrik Schröder gelang, korrigierten die Dolphins vorerst auf 7:6.

Dass es zur Halbzeit bei diesem Spielstand blieb, ist dabei ein wenig auf Unkonzentriertheiten des Teams aus OWL, aber auch auf dem Mist des Paderborner Coaching-Staffs gewachsen: „Wir wollten unbedingt früh deutlich in Führung gehen, weil wir wussten, dass es dann für die Essener mit ihrer lauf-lastigen Offense ganz schwer wird. Dass wir also erst mit einem Yard vor der Endzone noch einmal fumblen und dann kurz vor der Halbzeit noch ein Drive nur einen Yard vor der Endzone endet, weil wir kein Timeout mehr zur Verfügung hatten, ist natürlich sehr ärgerlich.

Da muss ich mir auch als Coach an die Nase fassen mit meinem Time-Management. Schon zur Halbzeit muss das Scoreboard deutlich anders aussehen und diese Fehler galt es in und nach der Halbzeit abzustellen“, kommentierte Nils Müller die erste Spielhälfte.

Und mit diesem Vorsatz startete man dann auch in die nächste Hälfte. Einen erneut beeindruckend vorgetragenen Drive unter Quarterback Finn Traphan konnte Runningback Darrell Lynn Tate II zum 13:6 vollenden, der Extrapunkt stellte das Scoreboard auf 14:6. Schon der nächste Drive brachte dann über einen Pass und und guter individueller Leistung nach dem Catch von Felix Blissenbach das 21:06 ein.

Die Defense der Dolphins zeigte sich inzwischen unbeeindruckt von der gleichbleibenden Angriffsstrategie der Essener Offensivreihe, gelegentlich einige tiefe Passversuche scheiterten aus Paderborner Perspektive glücklich: „Da standen wir teils nicht gut hinten drin und wurden nicht bestraft. Das muss besser werden.“, sagte DC Gunnar Ströming.

Was auch definitiv besser werden muss ist die Verteidigung des Kickoff-Teams – wie schon gegen Köln, fingen sich die Paderborner auch in Essen einen Kickoff-Return-Touchdown, der das Zwischenergebnis aus Essener Sicht mit 21:14 (die Two-Point-Point Conversion gelang) ansehnlicher machte. Die Offense blieb aber eiskalt und konnte die Essener bis auf einen Endstand von 31:14 auf Abstand halten, da auch die Defense nichts mehr zuließ.

„Schwarz auf Weiß“ zeigten die Dolphins eine gute erste Saisonleistung, in der auf offensiver Seite insgesamt genau 33 mal gepasst und 33 mal gelaufen wurde und somit insgesamt 470 Yards zu verzeichen waren. Finn Traphan gelangen als Paderborner-Eigengewächs im ersten GFL 2-Spiel als Starter 305 Passing Yards in 33 Versuchen, wovon er 27 mal auch mit den Receivern komplettierte, er erwarf drei Touchdowns und musste keine Interception erleiden. Die Defense ließ mit insgesamt 170 Yards weniger als die Hälfte der Paderborner Yards zu und unterstrich damit auch auf dem Platz die gute Vorbereitung auf das spezielle Essener Angriffssystem.

„Wir merken, dass wir auf einem guten Weg sind. Dafür, dass wir streckenweise allerdings sehr dominant aufgetreten sind, passt der Spielstand noch nicht so recht. Hier müssen und wollen wir uns vor Solingen unbedingt verbessern.“, so Headcoach Jason Irmscher nach dem Spiel.

Quelle: Paderborn Dolphins – Jason Irmscher
Fotos: © Ramon Van Bentum

© 1995 - 2021 by Football-Fan.de - created with by Football-Fan.de

Football-Fan.de