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Scorpions Coaches über den NFL-Auftakt

Heute Nacht startet die NFL in ihre neue Saison. Damit gibt es endlich wieder Live-Football zu sehen und mit unserem Ex-Spieler Jakob Johnson ist auch ein Stuttgarter Jung dabei. Wir haben mit unseren Head Coaches über den Saisonauftakt gesprochen.

Wie groß ist bei euch die Vorfreude auf die neue NFL-Saison?

Martin Hanselmann (HC GFL): Sehr groß natürlich. Ich freue mich wieder auf gute Spiele und vor allem neue Ideen der Coaches in der Liga.

Jörg Seyß (HC Sisters): Eher gering. Nur wenige unserer Mädels verfolgen die NFL. Ich persönlich schaue lieber High School und College.

Markus Pröbstle (HC Flagpack): Ich bin insoweit zwiegespalten. Einerseits freue ich mich nach der langen Offseason schon wieder, NFL-Football sehen zu können. Andererseits kommt angesichts der Corona-Pandemie, mit all den Implikationen für unsere Gesellschaft (Gesundheit, Angst um die wirtschaftliche Existenz für viele Menschen, etc.) nicht dieselbe Vorfreude auf wie sonst. Man merkt, dass es gerade eigentlich Wichtigeres als einen Sport gibt, welcher ein Milliarden-Business ist. Im Übrigen bin ich sehr gespannt, wie NFL-Spiele ohne Fans im Stadion am heimischen TV wirken.

Sebastian Blase (HC U19): Nach über einem Jahr ohne Live-Football Spiele in Deutschland ist jeder Live-Football willkommen. Unter normalen Umständen liegt der Fokus bei mir mehr auf High School und College Football, aber wie gesagt, jeder Live-Football ist willkommen.

Alexander Haenelt (HC U16): Ich Freue mich jedes Jahr auf das Endspiel, den Superbowl. Davor schaue ich mir meist nur die Spiele im Free-TV an, die mir, meist von meinem Bruder, empfohlen werden. Aktuell bleibt auch nicht viel Zeit, an eine andere Liga zu denken, da die U16-Saisonplanung gerade läuft und wir da alles gut organisieren müssen, um einen Spielbetrieb und auch die Sicherheit der Beteiligten gewährleisten zu können.

Sebastian Bluthard (HC Flag Kids): Die Vorfreude ist sehr groß. Nachdem dieses Jahr alles „anders“ ist, bekommen wir Football-Fans wieder ein Stück „Normalität“ zurück. Zusätzlich gab es dieses Jahr auch keine „GFL“, die die Zeit von März bis August überbrückt.

Von welchem Team seid ihr Fan und warum?

Hanselmann: Eigentlich bin ich nicht Fan einer bestimmten Mannschaft. Eher interessieren mich Spieler und ich verfolge, wie sich diese in einem Team entwickeln. Auf jeden Fall aber gilt mein Interesse den 49ers mit Mark Nzeocha in der Mannschaft.

Seyß: Bunt gemischt von Carolina über Saints bis hin zu Packers.

Pröbstle: Meine favorisierten Sportteams in den USA sind alle in Philadelphia und Seattle. 2004 und 2005 habe ich den Super Bowl das erste Mal verfolgt und musste jeweils mitansehen, wie die Eagles und Seahawks verloren haben. Damals erwachte auch mein Interesse für Football und ich bin letztlich beiden Teams als Fan treu geblieben. Problematisch ist dies für mich nur dann, wenn beide Teams – wie letzte Saison in den Playoffs – gegeneinander spielen.

Blase: Kein spezielles Team, aber ich mag Teams, die herausragend Defense spielen. Baltimore, Pittsburgh, San Francisco fallen mir da als erstes ein.

Haenelt: Ich hab keine favorisierte Mannschaft, finde es aber gut wie z.B. die Patriots, auch VOR Jakob, die Fans in Deutschland mit einbeziehen. Ich glaub das hat angefangen seit Sebastian Vollmer ein wichtiger Teil im Team wurde. Als kleiner Junge fand ich die Minnesota Vikings klasse, da ich die Hörner auf dem Helm abgefahren fand und ich die, DAMALS, in Berlin gegen die Buffalo Bills beim World Bowl gesehen habe.

Bluthard: Ich bin ein großer Fan der Pittsburgh Steelers. Den ersten Super Bowl, den ich gesehen habe, waren die Steelers gegen die Green Bay Packers. Als ich erfahren, dass Big Ben Roethlisberger mit einem gebrochenen Fuß gespielt hat, hat mich das beeindruckt. Zusätzlich mag ich den Spielstil, den Mike Tomlin (HC der Steelers) spielt. Sehr besonnen, sehr ruhig, immer das Ziel im Blick. Und dann gäbe es noch die Patriots: Ich bin zwar kein großer Fan von Bill Belichick, aber ein sehr großer Fan von meinem Jugendspielpartner Jakob Johnson.

Auf welches Team freut ihr euch aus Trainersicht am meisten?

Hanselmann: Tatsächlich auf die 49ers. Ich denke sie haben ein sehr gutes Team und werden auch in dieser schwierigen Saison ein große Rolle in der Liga spielen.

Seyß: Ich freue mich auf kein bestimmtes Team.

Pröbstle: Ich bin gespannt, wie sich die Air Raid Offense von Head Coach Kliff Kingsbury in seinem zweiten Jahr bei den Cardinals weiterentwickelt. Quarterback Kyler Murray hat nun bereits ein Jahr NFL-Erfahrung und mit DeAndre Hopkins einen der besten Wide Receiver als Anspielstation dazubekommen.

Blase: Ich bin gespannt wie Teams, die in der Offseason neue Head Coaches bekommen haben, sich im ersten Jahr entwickeln. Carolina, Dallas, New York, Washington…

Haenelt: Ich find die Teams interessant, die versuchen, auch neue Wege zu gehen. Tampa Bay und New England haben sich interessante Konstellationen „organisiert“. Ich freue mich aber auch immer auf die Teams, die auch deutsche Spieler im Kader haben. Ich fand zum Beispiel, damals die Verpflichtung der Vikings vom inzwischen nicht mehr unter Vertrag stehende Moritz Böhringer klasse. Unabhängig vom Können oder dergleichen. Einfach der Fakt, das einer direkt aus dem Ausland gedraftet worden ist. Ich fand, dass es ein riesen und interessanter Schritt der NFL für deutsche Athleten war.

Bluthard: Es gibt zwei Teams, auf die ich mich sehr freue. Beide Teams habe ich eingangs erwähnt. Zum einen die Pittsburgh Steelers und die New England Patriots.

Welches Team hat die besten Chancen auf den Super Bowl?

Hanselmann: Das ist natürlich noch vor dem Beginn der Liga eine spannende Frage. Für mich gibt es hier noch keinen Favoriten. Es ist doch immer so, dass sich erst im Laufe der Saison ein Team herauskristallisiert. Und hier kann alles passieren, wenn ein Team in sich geschlossen ist und beginnt über sich hinaus zu wachsen, dann wird es eine Chance haben. Football spielen können alle Spieler und Teams in der NFL.

Seyß: Kansas City Chiefs.

Pröbstle: Der Vorjahressieger ist kein spannender Pick, dürfte aber angesichts kaum nennenswerter Vorbereitung aufgrund Corona mit einem größtenteils zusammengehaltenen Kader wieder Favorit auf die Vince Lombardi Trophy sein.

Blase: Dass das die meisten Spiele gewinnt…

Haenelt: Möge der Bessere gewinnen. Die Karten sind neu gemischt.

Bluthard: Chancen auf den Superbowl haben jedes Jahr immer alle Teams. Ich muss dazu sagen, sofern es nicht besagte zwei Teams sind, hoffe ich, dass es immer spannende Spiele bis zum Super Bowl sein werden. Ansonsten bin ich da recht offen, wer den Ring sich am Ende anstecken darf.

Was traut ihr unserem Stuttgarter Jung Jakob Johnson zu? Bzw. was wünscht ihr ihm?

Hanselmann: Meine Wünsche für ihn sind eine verletzungsfreie Saison und viele Einsätze auf dem Platz. So wie ich ihn verfolgt habe, hat Jakob in diesem Jahr gute Chancen, die Coaches von seinem Können zu überzeugen. Er hat den „Frame“ und das Talent für die Position und mit den Patriots sicherlich ein Team, die dies zu nutzen wissen.

Seyß: Dass er gesund bleibt, dann hat er die Chance, reichlich Spielzeit zu bekommen.

Pröbstle: In erster Linie wünsche ich ihm eine verletzungsfreie, gesunde Saison mit mindestens 16 Einsätzen. Und dass er seinen ersten Touchdown in der NFL erzielt.

Blase: Jakob hat das zweite Jahr in Folge ins 53-Mann-Roster der Patriots geschafft. Das alleine ist schon ein riesiger Erfolg. Die Hoffnung ist natürlich, dass er irgendwann den Starter James Devlin als Fullback beerben kann.

Haenelt: Ich wünsche ihm eine verletzungsfreie Saison, den Rest regelt Jakob schon selber. Er ist ein Top-Athlet, bodenständig und hat, zum Glück, immer genug Spätzle & Maultaschen gegessen. (lacht)

Bluthard: Jakob wird dieses Jahr einschlagen. Er hat letztes Jahr schon gezeigt, was er alles kann. Dieses Jahr wird es vermutlich noch mehr sein, da er mit einem laufstarker QB spielt. Da werden weniger Ballträger gefordert, sondern mehr die Vorblocker. Ich hoffe, dass die Pats dieses Jahr besser spielen als letztes und dass Jakob verletzungsfrei bleibt.

Quelle: Stuttgart Scorpions – Sebastian Mühlenhof
Foto: © Sarah Philipp

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