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Silver Arrows beim Tabellenführer chancenlos

Das hatten sich die Coaches der Stuttgart Silver Arrows anders vorgestellt. Nachdem man bereits gegen Freiburg nur mit einem stark dezimierten Kader antreten konnte, wollte man gegen den aktuell erstplatzierten der Liga, die Pforzheim Wilddogs, wieder mit deutlich besserer Besetzung auflaufen.

Doch das Verletzungspech blieb den Stuttgartern treu und so mussten Sie erneut in Mindestzahl antreten und auf wichtigen Positionen auf ihre Starter verzichten. Besonders schmerzte der Ausfall des Quarterbacks Thomas Kübel-Sorger und da sein erster Backup, Michael Dierberger, ebenfalls nicht antreten konnte, legte Headcoach Jürgen Doh seine Hoffnungen in seinen 3. Quarterback, Nico Rannelluci.

Die Wilddogs eröffneten die Partie mit ihrer Offense und überbrückten mit wenigen Spielzügen das Feld bis an die 10 Yard-Linie der Stuttgarter, ehe sie von Strafen und der nun erwachten Defense gestoppt und punktelos vom Feld geschickt wurden.

Kontinentalverschiebung. Die Schwergewichte aus Offense und Defense prallen aufeinander. In der O-Line der Arrows kamen mehrere Rookies zum Einsatz.

Dass es ein langer Tag für die Defense der Silver Arrows werden würde, deutete sich bereits im ersten Drive der Offense um Quarterback Rannelluci an, denn bereits im 2. Versuch verlor man den Ball durch einen Fumble an die an diesem Tag nicht zu überwindende Defense der Pforzheimer. Deren Offense nutzte die gute Feldposition und verwandelte einen Pass ihres Spielmachers AJ Mintz auf seinen Receiver Dominick Pfitzenmeier zur 7:0 Führung.

Dass es hier und heute für die Offense der Stuttgarter nichts zu holen geben würde, war dann direkt im nächsten Drive der Arrows Offense klar. Bereits im 2. Versuch bricht der Pforzheimer Jeremy Wenz durch die Offense Line und sackt den QB der Stuttgarter, der dabei den Ball verliert. Wenz schnappt sich selbst das Leder und so steht es bereits im 1. Viertel 13:00 aus Sicht der Gastgeber.

Wenigstens ist die Defense jetzt hellwach und stoppt weitere 3 Drives der Pforzheimer, so dass es zum Ende der ersten Halbzeit beim 13:0 bleibt.

Das Laufspiel sollte das Spiel für die Arrows richten, doch Manuel Lehniger (#31) & Co. hatten wenig Raum gegen die Pforzheimer Verteidigung, die das Problem der Arrows schnell ausgemacht hatte.

Die zweite Halbzeit eröffnen die Silver Arrows mit einem Drive aus dem Kuriositätenkabinett. Zuerst holt Kicker Stefan Muffler mit einem Puntfake von der eigenen 16 Yard Linie und unterstützt durch eine Strafe der Wilddogs einen neuen ersten Versuch. Der wenige Plays später ausgeführte Punt wird durch die Gastgeber berührt und kann von Mika Endl kurz vor der Endzone der Pforzheimer gesichert werden. Da die Offense jedoch einfach keine Mittel findet, können die Stuttgarter nur ein Fieldgoal durch Muffler zum 13:03 herausholen. Pforzheim kontert direkt im nächsten Drive und – unterstützt durch 35 Yard an Strafen gegen die Silver Arrows – erhöht zum 19:03.

Kurz vor Ende des letzten Viertels leistet sich die Defense zum ersten Mal an diesem Tag einen groben Fehler. Der Stuttgarter Safety Patrick Hefter spekuliert auf einen kurzen Pass doch AJ Mintz wirft den Ball tief auf den weit offenen Andreas Lehmann, der mit diesem 60 Yard Touchdown zum Endstand von 26:03 erhöht.

Mit nur noch zwei verbleibenden Spielen sind die Silver Arrows nun auf jeden Fall auf den Abstiegsrängen, denn auch mit zwei Siegen könnte man sich nur noch in die Relegation retten. Doch dazu muss vor allem die Offense endlich besser ins Spiel kommen.

Quelle/Fotos: © Stuttgart Silver Arrows – Nicolas Geiger

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