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Thriller-Finish! Raiders dank Last-Second-Field-Goal in den Playoffs

Las Vegas Raiders (10-7) – Los Angeles Chargers (9-8)
Ergebnis: 35:32 OT (10:0, 7:14, 3:0, 9:14, 6:3) BOXSCORE

Die Las Vegas Raiders haben das „Finale“ um die letzte Wildcard der AFC gegen die Los Angeles Chargers durch ein Last-Second-Field-Goal in der Overtime gewonnen und damit erstmals seit 2016 wieder die Playoffs erreicht. Dabei erwies sich vor allem die starke Defensive Line als großer Vorteil. Durch dieses Ergebnis dürfen derweil auch die Pittsburgh Steelers jubeln.

Das entscheidende und letzte Spiel der Regular Season begann recht wild. Derek Carr fand früh Tight End Foster Moreau für einen 44-Yard-Catch-and-Run, an dessen Ende die Raiders Glück hatten, denn Moreau verlor am Ende des Spielzugs den Ball. Dieser sprang dann wenige Inches vor der Endzone ins Aus, sodass die Hausherren einem Touchback nur knapp entgingen. Wenig später hatten die Raiders gleich nochmal Glück, denn Cornerback Asante Samuel Jr. ließ eine mögliche Interception fallen. Letztlich sorgte dann Kicker Daniel Carlson aus 24 Yards für die ersten Punkte der Hausherren.

Die Chargers hingegen kamen nur schwer in Tritt und mussten zügig punten, zwangen daraufhin die Raiders aber ebenfalls zum Punt. Returner Andre Roberts leistete sich jedoch einen Muff, den die Raiders kurz vor der Chargers-Red-Zone eroberten. Kurz darauf warf dann Derek Carr einen Touchdown-Pass über 12 Yards zu Hunter Renfrow für eine 10:0-Führung.

Davon allerdings ließ sich Los Angeles nicht beirren und fand allmählich in die Partie. Es folgten zwei lange Drives über 13 und 14 Spielzüge, an deren Ende jeweils Touchdown-Runs von Austin Ekeler standen. Die Raiders allerdings fanden noch vor der Pause darauf eine Antwort.

Zunächst überstanden sie dabei einen 3rd and 23 mit einem Draw-Play durch die Mitte von Running Back Jalen Richard. In die Red Zone kamen sie schließlich durch eine äußerst zweifelhafte Pass-Interference-Strafe gegen Cornerback Chris Harris, der Zay Jones behindert haben soll. Allerdings landete der Ball weit entfernt vom Receiver und war wohl nicht fangbar. Die Raiders bekamen das Leder dennoch an der 1 und von dort erzielte Josh Jacobs den Touchdown zur Pausenführung.

Raiders vs. Chargers: Raiders kommen besser aus der Pause

Nach der Pause marschierten die Chargers direkt in Field-Goal-Reichweite. Doch aus 51 Yards scheiterte Kicker Dustin Hopkins mit seinem Kick. Aus dieser Vorlage machten die Raiders jedoch nichts und punteten. Die Gäste übernahmen an der eigenen 9-Yard-Linie. Von dort jedoch ging es nur bedingt vorwärts. Bei 4th and 1 überraschte Head Coach Brandon Staley dann jedoch mit der Entscheidung, den Versuch auszuspielen. Aus analytischer Sicht lag er damit wohl richtig, doch der gewählte Spielzug war eine weniger glückliche Entscheidung, denn wie schon bei 3rd and 1 versuchten es die Chargers mit einem Lauf durch die Mitte von Ekeler, der jeweils im Backfield von Defensive Tackle Darius Philon gestoppt wurde. Die Chargers-Defense verhinderte jedoch Schlimmeres, sodass Carlson seinen zweiten Field-Goal-Versuch im Spiel versenkte. 20:14 Raiders.

Daraufhin gelang den Raiders direkt das nächste 3-and-out, ultimativ dank eines Sacks bei 3rd Down von Maxx Crosby gegen Herbert. Im folgenden Drive drehten die Raiders wieder auf und marschierten von der eigenen 17 bis tief in die Red Zone. Die Schlüssel-Plays dabei waren ein 30-Yard-Pass von Carr zu Bryan Edwards sowie später ein Zone-Read-Keeper von Marcus Mariota aus der Wildcat. Am Ende stand schließlich ein 2-Yard-Touchdown-Pass von Carr auf Renfrow zur Vorentscheidung Anfang des vierten Viertels. Die folgende 2-Point Conversion wurde vergeben. 26:14 Chargers.

Damit nicht genug, denn nach Pressure von Quinton Jefferson durch die Mitte warf Herbert auch noch eine tiefe Interception zu Ex-Charger Casey Heyward, woraufhin die Raiders noch ein weiteres Field Goal drauflegten. Die Gäste schlugen jedoch nochmal zurück und überstanden dabei sogar ein 4th Down, um schließlich einen 23-Yard-Touchdown durch Rookie-Receiver Josh Palmer zu bejubeln – bei 4th and 21 noch dazu! Anschließend verkürzte Herbert per 2-Point Conversion auf sieben Punkte Abstand. Und die Chargers sollten den Ball noch einmal zurückbekommen, nachdem Joey Bosa einen Strip-Sack gegen Carr schaffte, die Raiders aber den Fumble bei 3rd Down eroberten. Die Chargers übernahmen dann nach einem Punt an der eigenen 17 mit etwas mehr als zwei Minuten zu spielen. Und sie gaben alles! In 18 Spielzügen rückten sie bis in die Red Zone vor mit auslaufender Uhr fand Herbert dann tatsächlich noch Mike Williams für einen 12-Yard-Touchdown-Pass zum Ausgleich. Overtime!

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